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Fahrzeuge digitalisieren

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LEDs anschließen

LEDs haben im Vergleich zu Glühbirnchen einige Vorteile: Ihr Stromverbrauch ist geringer, sie sind kleiner, sie werden im Betrieb nicht warm, sie sind absolut verschleißfrei und sie sind in verschiedenen Farben erhältlich. Neben bedrahteten LEDs werden auch (besonders kleine) SMD-Versionen angeboten. 

LEDs sind gepolt, die Kathode (-) muß an den Funktionsausgang des Decoders, die Anode (+) an den Rückleiter für alle Funktionen (nicht an Masse!) angeschlossen werden.

LEDs dürfen niemals ohne Vorwiderstand an einen Funktionsausgang angeschlossen werden, sie werden sonst bei der Inbetriebnahme zerstört. Die Größe des Vorwiderstandes ist von der   Höhe der Versorgungsspannung, der Anzahl der in Reihe geschalteten LEDs und der Farbe der LEDs abhängig. 

Duo-LEDs anschließen
Bei Duo-LEDs sind in einem Gehäuse zwei LEDs mit verschiedener Farbe (z.B. rot und gelb) vereinigt, sie sind daher besonders gut für Loks und Steuerwagen mit richtungsabhängiger Beleuchtung geeignet. Allerdings verfügen Duo-LEDs in der Regel nur über eine gemeinsame Kathode (-) und müssen daher über eine Inverterstufe an die Funktionsausgänge des Decoders angeschlossen werden. 

Eine komplette Inverterstufe finden Sie auf der betreffenden Produktseite.

--> Weitere Hinweise zur Berechnung des Vorwiderstandes auf unserer Infoseite im Abschnitt "Aktive Bauteile".

 

Komplette Züge digital steuern

Wenn Sie komplette Züge digital ansteuern wollen, können folgende Probleme auftreten:

  • die Anzahl der Funktionsausgänge des Lokdecoders reicht nicht für alle anzusteuernden Verbraucher aus und / oder 
  • der zulässige Gesamtstrom des Lokdecoders reicht nicht aus, um alle Verbraucher zu versorgen und / oder
  • die Stromübertragung von der Lok zu den Waggons ist nicht realisierbar.

In diesen Fällen empfiehlt sich der Einbau von Funktionsdecodern in den Waggons, die zusätzliche Verbraucher oder Verbraucher mit hohem Stromverbrauch ansteuern. Der oder die Funktionsdecoder können über eine eigene Adresse angesteuert werden. Es ist auch möglich, mehreren Funktions- und einem Lokdecoder, die einen Zugverband ansteuern, die selbe Adresse zu geben.

 

Strom der Funktionsausgänge erhöhen

Wenn Sie an einen Decoderausgang einen Verbraucher anschließen wollen, der mehr Strom verbraucht, als für den Ausgang zulässig ist, oder wenn Sie Verbraucher an freie Funktionsausgänge anschließen  wollen, obwohl der zulässige Gesamtstrom des Decoders bereits durch andere Verbraucher (vor allem den Motor) erreicht ist, dann können Sie:

  1. ein Relais 1xUm 24 V an den Ausgang anschließen. Der Vorteil dieser Lösung ist die galvanische Trennung zwischen Decoder und Verbraucher, der Nachteil der hohe Platzverbrauch. 

    ZeichnungRelais

  2. einen Transistor (bis 300 mA: BC 327, bis 800 mA: BD 680) und zwei Widerstände 10 kOhm nachschalten. Der Vorteil dieser Lösung ist der geringe Platzverbrauch, der Nachteil die fehlende galvanische Trennung zwischen Decoder und Verbraucher.

    ZeichnungTransistor

     

Fahreigenschaften der Lok verbessern

An Weichen oder in verschmutzten (oder korrodierten) Schienenabschnitten ist die Stromübertragung oft nicht optimal. Digitale Loks fangen an zu "stottern" oder bleiben ganz stehen.

Abhilfe kann ein externer Stützelko schaffen, der den Decoder im Bedarfsfall mit Strom versorgt. Für den Anschluss des Elkos haben wir auf (den meisten) Decodern Anschlusspunkte vorgesehen. Hinweise zur Auswahl des richtigen Elkos und zum Einbau finden Sie in den jeweiligen Anleitungen zu unseren Lokdecodern.

Hinweis: Wenn beim Programmieren des Decoders Probleme auftreten, sollten Sie den Stützelko ablöten.

 

Soundwiedergabe verbessern

Prinzipbedingt können die Sounds, die von Sounddecodern erzeugt werden, verzerrt klingen. Abhilfe schafft eine Drossel, die in eine der beiden Zuleitungen zum Lautsprecher gelötet wird. Sie sollte einen Wert zwischen 470 μH und 1.000 μH (= 1 mH) haben.